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Prinz Kai I. regiert die Narren

Prinz Kai I. regiert die Sendenhorster und Albersloher Narren. Unterstützt wird der Albersloher dabei von den stimmgewaltigen „Asphaltcowboys“ und den Funken Theresa Holtmann (li.) und Sophia Budde. Foto: Christiane Husmann

Das Rätselraten hat ein Ende: Prinz Kai I. regiert die Sendenhorster und Albersloher Narren. Zur Seite steht ihm ein Elferrat, der bereits während der Prinzenproklamation am Samstagabend keinen Zweifel daran ließ, dass man zu feiern versteht: Die „Asphaltcowboys“ begleiten den frisch gekürten Prinzen durch die fünfte Jahreszeit.

In der geschmückten Wersehalle hatten es sich die Mitglieder der KG „Schön wär’s“ mit befreundeten Karnevalsvereinen, Bürgermeister Berthold Streffing mit Ehefrau Renate, Vertretern der Sendenhorster und Albersloher Schützenvereine sowie weiteren Gästen gemütlich gemacht, um gemeinsam eine tolle Veranstaltung zu erleben.

Begrüßt wurden sie von Moderator und Sänger Daniel Socheaux, der zu Beginn auch auf die Terroranschläge in Paris einging. „Ich denke nicht, dass irgendwelche Terroristen uns davon abhalten sollten, ein westfälisches Brauchtum zu pflegen.“ Dem stimmte auch KG-Präsident Dirk Vollenkemper zu. Man habe überlegt, die Veranstaltung angesichts der tragischen Vorfälle abzusagen, sich dann aber anders entschieden „Wir lassen uns nicht unterkriegen und zeigen, dass wir stark sind“, machte der Präsident deutlich – nicht ohne der Opfer der Anschläge zu gedenken.

Das KBO hatte beim musikalischen Einmarsch nicht nur den noch amtierenden Prinzen Uli I. nebst Bodygards im Schlepptau, sondern auch den „Silberprinzen“ Alfons Book, so dass im Saal eine beachtliche Prinzendichte ausgemacht werden konnte.

Einen spektakulären Auftritt gönnte sich dann der Prinzenanwärter, der mit seinen Asphaltcowboys – unter ihnen auch der Albersloher Ortsvorsteher Sebastian Sievers – den dichten Kunstnebel durchbrach. Frenetischer Applaus sollte ihnen gewiss sein. Zwar beeindruckt, doch nicht eingeschüchtert, wollte sich der noch amtierende Prinz Uli I. nicht so einfach die Regierung aus der Hand nehmen lassen. Seine Bodyguards gaben ihm Rückendeckung, doch vom Charme einiger Funkenmariechen ließ sich der Prinz beeindrucken – und gab die Insignien ab, nicht ohne sich bei den Sendenhorstern und Alberslohern für eine unvergessliche Zeit als Prinz zu bedanken. „Es waren tolle Momente, alle haben mich unterstützt.“

Sicherlich erleichtert, dass es nicht zu einer Kraftprobe zwischen den Bodyguards und den Asphaltcowboys kommen sollte, machte sich Präsident Dirk Vollenkemper daran, den aus Albersloh stammenden Kai Ostwald in sein Amt einzuführen und ihm den Narrenschwur abzunehmen. „Ich schwöre, dass ich die Gesetzte des Karnevals anerkenne, die Kussfreiheit beachte und den im November anfallenden Alimenten pünktlich nachkommen werde, so wahr ich ein Narr bin“, lautete eines der Versprechen, die der Prinzanwärter abgab. Und auch die Asphaltcowboys gaben den Schwur „Treue und Freundschaft zu halten den närrischen Befehlsgewalten“. Mit „Timmi“ in den Händen, stimmten der frisch gekürte Prinz und seine Asphaltcowboys das Prinzenlied an: „Jetzt geht’s los“, sang Kai I. mit stimmgewaltiger Unterstützung des Elferrates, seiner beiden Funken Sophia Budde und Theresa Holtmann und der Festgäste. Ein gedehntes „Hoooowdyyyy“ konnten sich die Asphaltcowboys dabei nicht verkneifen.

In der Wersehalle jagte ein Höhepunkt den nächsten. Die Tanzgarde „Zumpft Müüs“ aus Köln ließ die Narren den Atem stocken. Mit akrobatischen Einlagen begeisterte sie das Publikum. „Na, ich bin ja nur froh, dass die Decke der Wersehalle hoch genug ist“, ließ Daniel Socheaux wissen, während die Damen der Tanzgarde meterhoch durch die Luft geschleudert wurden. Und auch die Tanzgarde der KG „Schön wär’s“ bewies mit ihrem Auftritt, dass sie für die närrische Zeit bestens gerüstet ist. „Ruhrpottbauchredner“ Sascha Berger gelang es mit lockeren Sprüchen und frechen Puppen, die Festgäste aus der Reserve zu locken. Und Barde Daniel Socheau begeisterte mit seinem Gesang und sorgte für beste Stimmung. Doch die Gäste sollten sich nicht nur unterhalten lassen, sondern auch selbst das Tanzbein schwingen. zur Musik von „Musicmate“ legten sie eine flotte Sohle aufs Parkett – ein erstes Ausdauertraining zum Auftakt der Session.