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Bertis Engel und Donalds News

Sein großer Tag: Stadtprinz Peter III. jubelte den Massen von Prinzenwagen aus zu. Und die Massen jubelten zurück. Foto: Annette Metz

Die Sendenhorster und ihre Gäste erlebten einen farbenfrohen, unterhaltsamen und auch einen etwas politischen Rosenmontagszug. Tausende säumten die Straßen.

Die im Vorfeld gerne mal Weltuntergang-gestimmten Auguren lagen wieder mal daneben. Pünktlich zum Start des um 11.11 Uhr war Wetter. Ganz normales Wetter, wie man das früher so nannte. Nicht mal ein richtiges Lüftchen. Und so dienten die Schirme am Straßenrand fast ausschließlich dazu, Kamelle zu fangen.

Ja, wenn die Erde eine Scheibe wäre, wie in einer seiner täglichen Twitter-Fake-News auf dem Wagen des Elferrates des Jahres 2006 behauptete, wäre die ganze Sache am Ende vielleicht doch noch schiefgegangen. Doch da das eben nicht so ist, lief der Höhepunkt der Session rund. Sehr rund sogar. Die Sendenhorster erlebten einen farbenfrohen, unterhaltsamen und – im Vergleich zu früheren Jahren – auch einen etwas politischen Rosenmontagszug.

Und das nicht nur wegen des US-amerikanischen Twitter-Präsidenten mit seinen alternativen Fakten, der immerhin versprach, den „great again“ zu machen. Auch Berti, der Sendenhorster Bürgermeister, der es nicht so mit dem Twittern hat, bekam sein Fett weg, quält er sich doch schon lange gemeinsam mit dem Gewerbeverein mit der Anschaffung einer neuen Weihnachtsbeleuchtung herum. „Berti’s Engel“ machten in ihrer Bollerwagen-Fußgruppe deutlich, wie das gehen könnte, dass dem Bürgermeister am Ende in Sachen Weihnachtsbeleuchtung vielleicht doch ein Licht aufgeht.

Die Wagenbauer hatten sich wieder mächtig ins Zeug gelegt. Und dabei die fest im Blick, das Spielerparadies Las Vegas zum Beispiel. Besonders originell und handwerklich ganz sicher aufwändig war der Wagen von „Watt mot, dat mot“, die seit Jahren mit dabei sind. Ihr Mobil der Ghostbuster, ein nach- und umgebauter US-Schlitten, sorgte jedenfalls für viel Aufmerksamkeit.

Das taten natürlich auch die Fußgruppen, die sich einmal mehr prächtig in Schale geworfen hatten – wobei mancher Narr am Rande dem nur wenig nachstand. Kinder und Erwachsene brachten jede Menge Farbe ins Spiel. Für Luschen war das nix, wie die Gäste aus Everswinkel konstatierten.

Seinen großen Tag erlebte auch Prinz Peter III. mit seiner bunten Schar aus Bollywood. Na gut, der Trecker vor dem übervollen Prinzenwagen war im Vergleich zu den großen Brüdern vor den anderen Wagen etwas mickrig ausgefallen. Aber das sollte so, wie zu erfahren war. Und er erfüllte seinen Dienst genau so zuverlässig wie alle anderen Zugmaschinen.

Nach dem Umzug wurde im Zelt, in den Kneipen und vor dem Rathaus weiter gefeiert. Übrigens ohne Probleme, denn auch am Nachmittag war in Sendenhorst noch reichlich Wetter.